Trendgesetze

Wellen im Kursverlauf

Ein Kursverlauf besteht aus mehreren ineinander verschachtelten unregelmäßigen Wellen. Die unregelmäßigen Wellen verlaufen größtenteils trendig. In einigen Fällen verlaufen die Welle nichttrendig, was man aber nicht als "Seitwärtsverlauf" interpretieren sollte. Alle Wellenverläufe geben Richtungsinformationen und definieren ineinander verschachtelte Trends. Die genannten Trends weisen Gesetzmäßigkeiten auf, die wir im weiteren beschreiben.

Hinweis:

Wir konnten auf Grundlage einiger Fachliteratur und eigener umfangreicher Erfahrungen bei der Arbeit sowie dem Umgang mit dem Chart Trendgesetze erarbeiten bzw. erkennen. Aus der Fachliteratur beziehen wir uns in folgender Auflistung der Trendgesetze unter anderem auf die Dow-Theorie und auf das Elliott-Wellen-Prizip.

Gesetzmäßigkeiten der Trends

  1. Sich abwechselnde höhere Hochs und Tiefs sind ein Aufwärtstrend. Hierbei sind die jeweiligen Hochs Bewegungspunkte und die jeweiligen Tiefs Korrekturpunkte.
  2. Sich abwechselnde tiefere Hochs und Tiefs sind ein Abwärtstrend. Hierbei sind die jeweiligen Tiefs Bewegungspunkte und die jeweiligen Hochs Korrekturpunkte.
  3. Jeder Trend hat einen Anfang und ein Ende.
  4. Ein Trend besteht aus Bewegungen und Korrekturen in wechselseitiger Folge.
  5. Es gibt unterschiedlich große Trends.
  6. Korrekturen bzw. Korrekturwellen verlaufen im Gegensatz zu Bewegungen bzw. Bewegungswellen nicht zwangsläufig trendig.
  7. Ein Trend beginnt und endet mit einer Bewegung.
  8. Eine trendige Korrektur bzw. Korrekturwelle beginnt und endet mit einer Bewegung.
  9. Eine nicht-trendige Korrektur bzw. Korrekturwelle endet immer in der Verlaufsrichtung, mit der sie begonnen hat.
  10. Nach einer Korrektur folgt immer eine Bewegung. Nach einer Bewegung folgt jedoch nicht immer eine Korrektur.
  11. Die Korrekturrichtung ist ihrer vorangegangenen Bewegungsrichtung immer entgegengesetzt.
  12. Ein Trend ist solange intakt bzw. gültig, bis er beendet oder gebrochen wird.
  13. Ein Trend wird durch einen Gegentrend in gleicher Größe beendet.
  14. Ein Trend wird durch Kreuzen des Kursverlaufes mit dem letzten Korrekturpunkt gebrochen.
  15. Es existieren verschieden große Trends, wobei die jeweilige Trendgröße durch ihre Zyklusgröße bestimmt wird. Ein Zyklus wird auf der Zeitachse immer von Tief zu Tief gemessen.
  16. Die in einem Trend zueinander stehenden Bewegungspunkte sowie Korrekturpunkte sind in ihren Abständen auf der Preisachse nicht gleich. Das heißt die Abstände sind im Vergleich zueinander ungleich und weisen keine nachweislichen und wiederholbaren Muster auf, lediglich unter Umständen Ähnlichkeiten.
  17. Die in einem Trend zueinander stehenden Tiefpunkte sind in ihren Abständen auf der Zeitachse (Zyklen = Tief zu Tief auf der Zeitachse) nicht gleich. Das heißt die Abstände sind im Vergleich zueinander ungleich und weisen keine nachweislichen und wiederholbaren Muster auf, lediglich unter Umständen Ähnlichkeiten.
  18. Ein Trendverlauf entsteht durch die Aneinanderreihung von Zyklen, wobei die daraus entstehenden Wellen unregelmäßig sind. Diese Gesetzmäßigkeit ergibt sich hauptsächlich aus den beiden vorangegangenen Trendgesetzen 16 und 17. Daraus folgt: es gibt im gesamten Trendaufbau bzw. Kursverlauf keine regelmäßigen Wellen.
  19. Die unterschiedlich großen Trends sind ineinander verschachtelt und haben im Aufbau immer die gleichen Gesetzmäßigkeiten.
  20. Was im Trend einer bestimmten Trendgröße eine Bewegung ist, ist im darin liegenden nächst kleineren Trend die unregelmäßige Bewegungswelle.
  21. Was im Trend einer bestimmten Trendgröße eine Korrektur ist, ist im darin liegenden nächst kleineren Trend die unregelmäßige Korrekturwelle.
  22. Ein Trend für sich alleine betrachtet kann weder einer Korrektur noch einer Bewegung zugeordnet werden und ist in dem Fall eine unregelmäßige Verlaufswelle mit einer Richtungsinformation.
  23. Der trendfolgende Handel einer festgelegten Trendgröße hat in seinem Verlauf handelbare Bereiche, die nicht zwingend profitabel sind. Das gilt für jede Trendgröße.
  24. Beim trendfolgenden Handel hat jeder Trend, mehrerer in sich verschachtelter Trends, seine eigene Funktion.
  25. Aus den genannten Gesetzmäßigkeiten können profitable Handelstaktiken abgeleitet werden.

Fazit

Wer die Trendgesetze kennt und in seinem Handel konsequent berücksichtigen kann, wird in Summe seiner Trades positive Ergebnisse erzielen.

Video: Die Trendgesetze

Hinweis

Lies hierzu ergänzend unsere Themen bezogene Kolumne: "Trendgesetz für den trendfolgenden Handel".

Empfehlung: Die Kenntnisse der Trendgesetze sind Grundlage für profitables Trading. Wie diese sehr wichtige Grundlage in der Praxis Anwendung findet, lehren wir vertiefend innerhalb verschiedener Lernangebote. Zum Beispiel: